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LUNCH, PRANZO, MITTAGESSEN - NEUKöLLN
28-29 September 2012, h. 12.30-14.30
Treffpunt
Okerstrasse 2, 12049 Berlin
Sprache
Freitag, 28 September: Italienisch, Deutsch, Englisch
Samstag, 29 September: Italienisch, Deutsch, Englisch
„Kartoffeln und Quark“
Kartoffeln
Quark
Lein öl
Zwiebeln
"Die Tour lädt zum Mittagessen im Atelier zweier Berliner Künstlern im Stadtteil Neukölln ein. Beim geselligen
Beisammensein gibt es einerseits die Möglichkeit, ein original Rezept der Region Brandenburg (Spreewald),
Kartoffeln und Quark, zu probieren, weiterhin werden die Künstler über ihre ortsspezifischen Projekte
berichten, Geschichten aus der Nachbarschaft erzählen und Informationen sowie Tipps über die Kultur der
Stadt Berlin und der Region Brandenburg geben".
Bruno di Lecce / Claudia Olendrowicz
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Für weitere Informationen:
www.brunodilecce.com
claudiaolendrowicz@
blogspot.com
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Biographie
Bruno Di Lecce (Matera / Italien 1980)
Di Lecce ist Künstler und Architekt. Im Jahr 2008 zog er vor allem aufgrund der historischen Bedeutung und der Rolle der Stadt in der europäischen Kultur des 20. Jahrhunderts nach Berlin. Wie aber schafft man es, sich neu zu erfinden, ohne seine Identität zu verlieren?
Der Schwerpunkt seiner Forschung ist das Konzept von Raum und Identität.
Seine Werke:
In Installationen und Performances, virtuellen Rekonstruktionen und Messungen werden Bilder von Karten konstruiert, die den Raum dokumentieren und zur gleichen Zeit durch eine außergewöhnliche Bildqualität das Wesen der Erfahrung in Frage stellen. Die Praxis der Kartierung und Durchquerung des Raumes als phänomenologische Erfahrung des Lesens und Schreibens der Wirklichkeit wird so in Performance und Videoarbeiten übertragen.
Der Künstler reflektiert als Ergebnis eines komplexen Prozesses, der durch die verschiedenen Disziplinen des Kinos, Architektur und bildender Kunst beeinflusst wird, auch über die Natur des Bildes.
In 2010 traf er den italienische Regisseur Michelangelo Frammartino und arbeitet mit ihm für den Film "Alberi" als Bühnenbildner Assistent und Regieassistent.
Im September 2012 besuchte er den Workshop von Prof. Grzegorz Kowalski: "Creating through Collaboration body, camera, action" am Zentrum für zeitgenössische Kunst von Ujazdowski, Warschau.
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Interview
AT
Wie lange bist du in Berlin?
BD
Ich lebe schon viereinhalb Jahre in Berlin. Ich zog nach meinem Studium der Architektur in Rom im Januar 2008 hierher. Ich begann erst als Architekt meine verschiedenen Studien und meine künstlerischen Forschungen ernsthaft zu verfolgen.
AT
Wie hat die Stadt Ihre Forschung beeinflusst?
BD
Am meisten interessiert mich die Geschichte und die Bedeutung, die diese Stadt in der europäischen Kultur des zwanzigsten Jahrhunderts hatte. Gleichzeitig hat der Krieg viele dieser "Zeugen" der Geschichte zerstört und hat eine tiefgehende Diskontinuität zwischen Vergangenheit und Gegenwart verursacht.
Daher ist Berlin, Deutschland als Ganzes heute, eine Projektion der Moderne und der technischen Entwicklungen, ganz so, als ob dieses die Lücke, die der Krieg und dann die Mauer gerissen haben, füllen könnte. Auf der anderen Seite ist eine Stadt immer stark an ihrer Geschichte und ihrer Identität gebunden. Neukölln, das Viertel, wo ich jetzt wohne, hat durch die Anwesenheit verschiedener Kulturen eine wieder ganz eigene Faszination. Es ist wie eine bewohnte Collage von Räumen und verschiedenen Möglichkeiten.
AT
In deinem Statement sprichst du über die Praxis der Kartierung und Durchquerung des Raumes. Ist die Praxis der Kartierung in allen Orten, wo du die Forschungen betrieben hast, die gleiche gewesen, oder hat Berlin dich zu neuen Kriterien inspiriert?
BD
Meine Arbeitsweise besteht oft darin, marginale oder leere Räume der Stadt zu durchqueren, um die Beziehung zwischen Raum und Körper zu beschreiben, weil ich daran interessiert bin, eine physische Vision meiner Erfahrung zu erstellen. In Berlin ist der "leere Raum" viel schwieriger zu erzählen. Meine Forschung hat sich hier, weniger als an anderen Orten auf den physischen Raum der Stadt konzentriert, dafür mehr auf Beton, auf einen mit dem Computer nachgestellten, virtuellen Raum und auf die Beziehungen zu den Einheimischen. Ich interessiere mich hier vielleicht mehr dafür, ein kollektives Unbewusstes ans Licht zu bringen.
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